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Veranstaltungs-Highlight der Woche am Bodensee

Leseprobe Rubrik: Bodenseewein

Weinregion Bodensee

Den Bodeseewein und seine Winzer entdecken

Die Bodenseewinzer produzieren erstklassige Weine, die unter Kennern längst einen guten Ruf mit weltweit anerkannten Auszeichnungen und Preisen genießen. Zusammen mit dem BodenseeWein e.V. bringt Labhard Medien daher das neue  Bodenseewein Magazin heraus. Wir laden Sie ein, die Winzer und Weine vom Bodensee besser kennenzulernen. Alle haben eine eigene Handschrift und überraschen jedes Jahr mit eindrucksvollen Weinen.

So erklären wir im Bodenseewein Magazin die Anbaugebiete der Bodenseeregion, die Rebsorten und erleben zusammen mit dem Winzer ein Jahr im Weinberg. Außerdem zeigen wir einen Querschnitt durch die Weingeschichte und entdecken, was Wein und Architektur gemeinsam haben. Im Gespräch mit Ildikò Buchner, der Projektleiterin der Weinregion Bodensee, ergründen wir das Geheimnis des Bodenseeweines. Zusammen mit unseren Lesern gehen wir auf (W)einkaufstour und verraten, wo man am besten einkehren und genießen kann. Ein Adressverzeichnis der Bodenseewinzer und eine Übersicht über die Wein- und Winzerfeste runden das Magazin ab.

Das Bodenseewein Magazin ist bei den Winzern des BodenseeWein e.V., im gut sortierten Buch- und Zeitschriftenhandel erhältlich sowie für 5 Euro zzgl. Versandkosten direkt zu bestellen bei

Labhard Medien GmbH, Max-Stromeyer-Straße 116, D-78467 Konstanz,
Tel. +49 (0)7531-90710, verlag@labhard.de, www.labhard.de

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ISBN 978-3-944741-15-4

 

 

 

Leseprobe Rubrik: Bodenseewein

Ein Jahr im Weinberg

Die Arbeit der Winzer ist schwere, körperliche Arbeit. Sie richtet sich nach dem Rhythmus der Natur und der Jahreszeiten.

Die Winzer müssen jedes Jahr aufs Neue den Weinberg bearbeiten, mit viel Erfahrung den bestmöglichen Zeitpunkt der Lese bestimmen und sind dabei das ganze Jahr über den Launen der Natur ausgesetzt. Das Jahr ist nicht vorhersehbar. Natürlich wird die Arbeit im Weinberg durch technische Hilfsmittel unterstützt, aber die eigentliche Arbeit ist eine Handwerkskunst, die im Sinne des Wortes auch nicht technisiert werden kann. Und so hat jeder Winzer seine eigene individuelle Handschrift und diese zeichnet letztendlich die besondere Qualität und den Geschmack der Weine aus. Die Kunst des Winzers besteht folglich darin, die Besonderheiten der Rebsorten und die verschiedenen Charaktere der Lagen und der Böden in den Weinen widerzuspiegeln und das Beste aus ihnen herauszu holen. Durch naturnahen Anbau wird der Grundstock für ausgezeichnete Weinqualität gelegt. Schauen wir dem Winzer ein Jahr lang über die Schulter …

FRÜHJAHR

Der Rebschnitt

Das Weinjahr beginnt im Januar und Februar mit dem Rebschnitt, noch vor dem Austrieb im Frühjahr. Um Wuchs, Ertrag und Traubenqualität in einem günstigen Verhältnis zu halten, müssen die Rebstöcke auf ca. 8–12 Augen (Knospen) je Quadratmeter zurück geschnitten werden. Dabei wird möglichst viel altes Holz entfernt und die Zahl der „Fruchtruten" bestimmt. Eine geringe Anzahl an Fruchtruten ergibt oftmals einen hochwertigen Wein, da die wertvollen Inhaltsstoffe nicht auf zu viele Trauben verteilt werden müssen. Der Schnitt ist im Prinzip eine Ertragssteuerung zu Gunsten der Qualität. Der Rebschnitt ist am Bodensee nach wie vor noch echte Handarbeit, für die die Winzer oft viele Wochen benötigen.

Auf Biegen und Binden

Im März und April beginnen die Reben zu „bluten" – so nennt man den Saftaustritt an den Schnittwunden. Nun werden die Fruchtruten nach unten gebogen und gebunden. Bei diesen Bindearbeiten stehen die Winzer oft im wahrsten Sinne des Wortes gut und gerne „im Regen", denn die feuchte Witterung verhindert, dass die Ruten beim Biegen brechen. Durch das Biegen und Binden wird eine gleichmäßige Verteilung der Triebe erreicht. Die Rebe wird sozusagen in Form gebracht. Man spricht auch von der Reberziehung. Wichtig sind eine günstige Belichtung und eine luftige Laubwand. Ab April werden die Böden immer wieder bearbeitet und aufgelockert.

Die Rebe erwacht

Ende April bzw. Anfang Mai kommt es zum Austrieb. Als Austrieb wird das Aufbrechen der Knospen (Augen) bezeichnet, die beim winterlichen Rebschnitt stehen geblieben sind. Sie öffnen sich und lassen kleine, grüne Blätter austreten, die rasch wachsen und sich entfalten. Bedingung für den Austrieb ist ein Anstieg der Durchschnittstemperatur auf acht bis zehn Grad Celsius. Der Winzer kann diese Entwicklung schon einige Tage vorher erkennen. Erst treten an den Schnittstellen der Reben Tröpfchen auf – ein Zeichen dafür, dass die Winterruhe beendet ist. Danach schwellen die Knospen sichtbar an.

[...] Lesen Sie mehr ab Seite 14 im Bodensee Weinmagazin.

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Leseprobe Rubrik: Bodenseewein

Die Rebsorten

Nicht nur, dass der Müller-Thurgau seine namentlichen Wurzeln am Bodensee hat. Der Bodensee gilt auch als Wiege des Spätburgunders in Deutschland.

Müller-Thurgau

Die Rebsorte Müller-Thurgau ist eine der erfolgreichsten Pflanzenkreuzungen überhaupt. Benannt ist sie nach ihrem Züchter, Prof. Hermann Müller, der aus Tägerwilen im Schweizer Kanton Thurgau stammte. Er selbst und lange Zeit auch die Wissenschaft glaubte, dass es sich um die Kreuzung Riesling x Silvaner handelte. In der Schweiz werden die Müller-Thurgau- Weine daher auch heute oft noch so bezeichnet. Zwischenzeitlich hat ein „Vaterschaftstest“, also eine Genom-Analyse bewiesen, dass der Vater eine Gutedel-Variante namens „Madeleine royale“ ist. Der Müller-Thurgau wird auch unter der Bezeichnung Rivaner oder Riesling-Silvaner abgefüllt. Vor dem Rotweinboom in den 90er Jahren nahm der Müller-Thurgau fast die Hälfte der Rebflächen am Bodensee ein. Zwischenzeitlich sind es noch ca. 29 Prozent. Die Müller- Thurgau-Weine vom See sind berühmt für ihre unvergleichliche Eleganz und Fruchtigkeit.

Grauburgunder

Der Grauburgunder (Ruländer, Pinot Grigio, Pinot Gris) ist durch Mutation aus dem Blauen Spätburgunder entstanden. Der Name ist auf die rötlich-graublaue Farbe der reifen Trauben zurückzuführen. Vor allem unter ihrer italienischen Bezeichnung „Pinot Grigio“ machte sie Anfang dieses Jahrtausends einen Siegeszug durch die Weingenießerschaft. Trocken ausgebaut bestechen ihre Weine durch eine weiche Burgundernote im Bukett und gleichzeitig eine belebende Fruchtsäure und eine schöne Länge im Geschmack. Das Synonym Ruländer für die traditionelle, vollmundig-liebliche Ausbauvariante des Grauburgunders stammt von einem Speyerer Bürger namens Ruland, der um 1711 einen Rebstock mit rötlich-grauen Trauben in einem verwilderten Garten fand. Nicht zuletzt der beachtlichen Weine wegen fand diese Rebsorte von dort aus eine rasche Verbreitung.

Weißburgunder

Diese Sorte ist durch Mutation aus dem Grauburgunder und dieser wiederum aus dem Blauen Spätburgunder entstanden. Der Weiß - burgunder, auch bekannt unter dem Namen Pinot Blanc oder Pinot Bianco, stellt hohe Ansprüche an Boden und Klima. Die kleinen, dichtbeerigen, gelblich-grünen Trauben reifen mittelspät und bringen extraktreiche, fein aromatische Weine hervor. Die Bodensee-Weißburgunder entwickeln eine unnachahmliche Eleganz. Ihr dezentes Aroma, gepaart mit geschmacklicher Fülle, macht sie zu hervor - ragenden Speise begleitern.

Blauer Spätburgunder

Die Diva unter den Rotweinsorten Die erste urkundliche Erwähnung dieser Sorte auf deutschem Boden stammt aus dem Jahre 884. Kaiser Karl der Dicke ließ sich damals einen Königsweingarten mit Burgunderreben in Bodman am Bodensee anlegen. Die Wiege des deutschen Spätburgunders (Pinot Noir) steht also hier am See. Freilich kam die Sorte erst durch die Qualitätsbestrebungen der weinbautreibenden Städte und Fürstbischöfe im 16. und 17. Jahrhundert verbreitet zum Anbau. Sie verlangt sehr gute Lagen und durchlässige, gut erwärmbare Böden. Heute nimmt sie rund 50% der Rebfläche ein und ist in der gesamten Bodenseeregion die wichtigste Sorte. Die dunkelblauen, dichtbeerigen, mittelgroßen Trauben werden – wie der Name schon sagt – spät geerntet. Die rubinfarbenen Rotweine zählen zu den besten der Welt. Spätburgunder Rotweine bestechen mehr durch ihre Subtilität, Komplexität und Eleganz als durch schiere Kraft. Werden die Trauben kurz nach dem Ernten abgepresst (weiß gekeltert), so erhält man eine besondere Spezialität, den berühmtem Weißherbst.

[...] Lesen Sie mehr ab Seite 18 im Bodensee Weinmagazin.

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Leseprobe Rubrik: Bodenseewein

(W)Einkaufstour am Bodensee

Entdecken Sie den Bodensee unter ganz neuen Aspekten, besuchen Sie die Winzer auf ihren Weingütern und überzeugen Sie sich von ihren Produkten.

TIEF IM WESTEN, WO DIE SONNE AUF DIE REBEN STRAHLT

Der Engelhof in Hohentengen ist das westlichste Weingut im Anbaugebiet Bodensee im Klettgau, einer Aufwölbung des Schweizer Juras. Mit dem Bodensee würde man diese Gegend nicht sofort in Verbindung bringen, aber das Weingut liegt nur gut 20 Kilometer vom Rheinfall entfernt. Die Reb-Lagen sind prädestiniert für Burgundersorten, die die Familie Netzhammer nun schon in der dritten Generation anbaut. Dabei setzt Georg Netzhammer auf die Entsäuerung der Weißweine durch den biologischen Säureabbau. Diese spezielle Vinifikation begründet die Erfolgsgrundlage beim Aufbau des Gutes und bringt durchgegoren trockene – aber säuremilde und bekömmliche Gutsweine in die Flaschen. In dem vom Bund Deutscher Architekten für gutes Bauen ausgezeichneten Engelhof Weinforum können die auf den Einzellagen am Hohentengener Oelberg und am Erzinger Kapellenberg gewachsenen Weine probiert werden.

Absolut sehenswert ist auch der kleine Weinort Erzingen, direkt an der Schweizer Grenze gelegen. Hier wachsen hervorragende rote und weiße Burgunder. Die lehmigen und tonhaltigen Kalkböden vom Juraausläufer bieten dafür ideale Bedingungen. Das Ergebnis ist ein samtig-weicher, sortentypischer und vollmundiger Wein, wie der von Lorenz und Corina Keller. Die beiden verbindet neben der Leidenschaft zum Weinanbau auch die Vorliebe für Schokolade. Im restaurierten Gewölbekeller reichen sie zu jedem Wein die passende Schokolade und bringen so diese zwei Meisterhandwerke verführerisch in Verbindung.

Ein paar Orte weiter trifft man auf das nicht einmal 200 Einwohner zählende Dorf Nack. Hier stellt das aufstrebende Familienweingut Clauß seit 1982 in reiner Handarbeit charaktervolle und authentische Weine her. Auf insgesamt 16 Hektar baut die Familie überwiegend Spätburgunder aber auch Grau-, Weiß- und Frühburgunder, Sauvignon Blanc und natürlich Müller Thurgau an. Die zwei idealen Lagen mit unterschiedlichen Lehmböden am nördlichen Ufer des Hochrheins profitieren von den klimatisch günstigen Bedingungen. Das 2003 neu gebaute Weingut liegt direkt an den Weinbergen, die Ähnlichkeit zu einem toskanischen Weingut ist nicht ungewollt. Susanne und Berthold Clauß haben sich mit viel Bauchgefühl einen Ruf bis über die Landesgrenzen hinaus erarbeitet und bekannt gemacht. Ein echter Geheimtipp ist der trockene Müller-Thurgau, der in den Nacker Reben wächst und schon mehrfach beim internationalen Müller-Thurgau Preis ausgezeichnet wurde.

Rheinaufwärts liegt Gailingen, direkt am Hochrhein. Die Südhänge des Rheines lassen Trauben auf eiszeitlichen Moränenböden zu besonderen Qualitäten heranreifen. Das Weingut Zolg führt in der Lage Gailinger Ritterhalde neben dem blauen Spätburgunder als Hauptsorte noch Müller-Thurgau und Ruländer. In der Hofbrennerei werden neben Weinhefe auch Obstler, Marc-Grappa und Quitte-Birne destilliert. Neben der Besenwirtschaft, die im Frühjahr und Herbst geöffnet ist, bietet der Winzerhof Schlachtplattentermine und Weinproben mit zünftiger Vesper an.

Auf dem Weg weiter in Richtung der Vulkanlandschaft Hegau steuert man auf den Hohentwiel zu, den höchsten Weinberg Deutschlands. Am Fuße des Vulkankegels liegt das Weingut Vollmayer. Der Familienbetrieb legt Wert auf den Einklang von Ökologie und Ökonomie. Seit drei Generationen werden aus gesunden und vollreifen Beeren ehrliche Weine ausgebaut, die national und international ausgezeichnet wurden. Oberhalb des Weingutes liegt die Elisabethenstube, die zu einem authentischen Weinerlebnis inmitten der Reben mit Blick auf das Landschaftsschutzgebiet einlädt. Etwas abseits von den touristischen Zielen, im idyllischen Radolfzeller Ortsteil Liggeringen, erhebt sich der Galgenberg aus dem Aachtal markant über die vordere Höri. Hier befindet sich die Reblage von Hans Rebholz. Die sonnigen Südhanglagen sind aufgrund ihrer Bodenqualität hervorragend für den Anbau von Weiß-, Grau- und Spätburgunder geeignet. In ihrer Reblage in Gaienhofen baut die Familie Rebholz auch die klassischen Rebsorten Müller-Thurgau, Grauburgunder und Spätburgunder an. Liggeringen ist nicht nur im Sommer Ausgangspunkt für herrliche Wanderungen über den Bodanrück mit traumhaftem Blick auf den Unter- und Überlinger See. Eine Weinprobe mit Vesper auf dem Weingut Rebholz eignet sich daher besonders als Abschluss eines Ausflugs.

AUF GROSSER TOUR

Zum Weineinkauf auf den größten Gütern Entlang des Bodenseeufers zwischen Überlingen und Hagnau liegen die größten Weingüter und Erzeugergemeinschaften am Bodensee: hier verläuft die große „Genußlinie“. Direkt an der bekannten Wallfahrtskirche Birnau liegt der Birnauer Oberhof, hier kann man in bester Aussicht Bodenseespezialitäten probieren. Die Weine des Markgrafen von Baden werden hier zur

[...] Lesen Sie mehr ab Seite 28 im Bodenseeweinmagazin

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