Leseprobe Rubrik: Redaktionstipps

Badespaß

Einfach mal abtauchen ...

... wer sehnt sich nicht danach am einen oder anderen heißen Sommertag? Das Team von Labhard Medien hat sie im vergangenen Sommer getestet – die unzähligen Möglichkeiten zum Baden, Schwimmen und Entspannen am Bodensee. Ob ins Freibad mit der ganzen Familie oder an einem versteckten Naturstrand die Ruhe genießen – die schönsten Möglichkeiten zum Abtauchen und Abschalten haben wir für Sie auf den folgenden Seiten gesammelt.

MILI - Traditionsbad in Bregenz

Baden wie vor 150 Jahren, das ist in der ältesten Badeanstalt am Bodensee möglich – der Mili. Erbaut im Jahr 1825 diente der ursprünglich eingeschossige Pfahlbau als Militärschwimmschule für die Soldaten der gegenüberliegenden Bregenzer Kaserne. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Badeanlage zu einer U-Form erweitert. Dadurch ist das Innere vom Ufer abgeschirmt und öffnet sich mit herrlichem Blick auf den See. Durch einen Brand und Hochwasser wurde der Pfahlbau beschädigt. Dank Restaurierung kann die Mili heute wieder als öffentliches Bad genutzt werden. Wunderbar gelegen in der Biege der Bregenzer Bucht, zeigt sich der alte Holzpfahlbau in einer einzigartigen Atmosphäre. Das stilvolle und gemütliche Traditionsbad bietet wunderbare Sonnenterrassen mit einem herrlichen Blick auf den ganzen See. Liebevoll gestaltet haben die verschiedenen Bereiche wohlklingende Namen wie „Sonnendeck“, „Afrika“ oder „Drachenfels“. Das „Sonnendeck“, das offene Ober - geschoss der Mili, erinnert eher an ein Schiffsdeck und ist der ideale Platz für ein Sonnenbad. „Afrika“ ist der südliche Teil im Untergeschoss. Von zwei Seiten bebaut, brennt die Sonne tagsüber unerbittlich, zudem ist die Lage windgeschützt. Hier werden Temperaturen erreicht, die eher an Afrika erinnern. Die Bezeichnung „Drachenfels“ haben sich alteingesessene Stammgäste ausgedacht. Vorwiegend ältere Damen, liebevoll als „Drachen“ bezeichnet, haben hier ihre Stammplätze, tratschen über die Probleme des Alltags und verdrängen auch schon mal „drachenmäßig“ unliebsame Tagesgäste in andere Bereiche des Bades. Das sollte jedoch niemanden abhalten, doch einmal das Handtuch beim „Drachenfels“ auszubreiten. Wer es lieber sportlich mag, hat die Möglichkeit, Tischtennis zu spielen, sich im Wasserball zu versuchen, oder auf dem Sprungbrett sein Können unter Beweis zu stellen.                                                Gabriele Schindler

Seebad Romanshorn - 360°Rondom schön!

Der Bodensee ist groß – sicher. Aber nirgendwo sonst ist die beeindruckende Größe des Sees so hautnah zu erleben wie im Seebad Romanshorn. Wer hier wagt, ein Stückchen hinaus in den See zu schwimmen, wird mit einem überwältigendem Gefühl von Weite und Freiheit belohnt – zumindest diejenigen, denen nicht mulmig wird mit dem Wissen um ganz schön viel Wasser unter den Füßen. Wer die Weite des Sees aber liebt, der schwimmt in den Wassern vor Romanshorn goldrichtig. Schaut man gen Nordwesten, thront, ganz fern und klein und doch nicht zu verkennen, die Barockkirche Birnau. Wendet man den Blick gen Südosten erheben sich Pfänder und die Höhen des Bregenzerwaldes hoch über dem See. Auch die weite Sicht ins deutsche Umland bis Markdorf und zum Gehrenberg erfreut die Sinne, und spätestens der Blick auf den majestätisch über der Badi thronenden Säntis entlockt ein wohliges Gefühl von Glück. So mancher der nicht wenigen Weitraus- Schwimmer gönnt sich einen Zwischenstopp an einer der Bojen – und das mit Sitzmöglichkeit! Ein Päuschen für ein Pläuschchen, eine Plätzle für ein Schwätzle. Und was noch? Zwei Floße locken zu einem Offshore- Sonnenbad, sportliche Ambitionen kann man nicht nur im See selbst, sondern auch in einem 50-Meter- Becken ausleben, und für Babys gibt es einen eigenen Bereich zur Wassergewöhnung mit einem Planschbecken und kleiner Rutsche. Kinder dürfen sich in einem großen Nichtschwimmerbecken austoben, die etwas älteren und die Kind gebliebenen eine 100-Meter-Rutsche hinabdüsen, und an den Sprungtürmen können Jungs und Mädchen ihren Mut beweisen. Im Seebad Romanshorn ist für alle gesorgt – da kann man sich in der Seebad Lounge auch mal in aller Ruhe einen Kaffee unter den urigen Platanen gönnen.                                           Holger Braumann

Eisberg im Bodensee

Das Schweizer Ufer des Untersees, angefangen von Gottlieben bis Stein am Rhein, hat nicht nur attraktive Sehenswürdigkeiten wie z.B. das Napoleonmuseum, sondern bietet gerade in den Sommermonaten für große und kleine Badegäste eine besonders attraktive Möglichkeit, Wassersport und Baden im Bodensee zu genießen. Etwas verwundert schauen die Badegäste schon, wenn sie im Strandbad (Badi) in Steckborn einen Eisberg schwimmen sehen. Hierbei handelt es sich um ein beliebtes Kletterspielzeug, mit dem Kinder im Wasser einen Riesenspaß haben. Wer den See von der anderen Perspektive erkunden möchte, kann sich in der Badi Kanus oder das Zubehör für Stand-Up-Paddling leihen. Die familienfreundliche Badi wird von den Pächtern liebevoll gepflegt und bietet auch die Möglichkeit zur Übernachtung. Und eines ist noch wichtig: Da der Rhein hier das Wasser speist, ist es besonders sauber und frisch (nicht kalt). Jung und Alt können hier glückliche Stunden erleben … Was gibt es Schöneres?                                                                        Claudia Manz

 

Ausstellungstipp - Badekultur um 1930

Um 1930 entsteht der neue Typus des Strandbades mit Umkleidekabinen, Liegewiesen, Sportmöglichkeiten und einem Kiosk oder Café. Auch an Bodensee und Rhein gibt es in dieser Zeit einen regelrechten Strandbad-Boom. Die Bilder entstammen einer Ausstellung im Museum Lindwurm in Stein am Rhein. Die Sonderausstellung „Badekultur um 1930. Strandbad-Plakate aus der Schweiz und vom Bodensee“ lief bereits 2016 und wird wegen des großen Publikumserfolgs verlängert und noch bis Oktober 2017 zu sehen sein. Im Zentrum der Ausstellung steht die neue Körper- und Freizeitkultur im Strandbad. www.museum-lindwurm.ch, www.badekultur1930.ch 

[...] noch mehr Strandbadtipps gibt es im Bodensee Magazin 2017 ab Seite 12.

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