Müßiggang ist der Seele Feind …
… deshalb sollten die Brüder zu bestimmten Zeiten mit Handarbeit, zu bestimmten Stunden mit heiliger Lesung beschäftigt sein (aus Kap. 48 der Ordensregel des heiligen Benedikt). Die Mönche des Benediktinerklosters St.Gallen befolgten diese Ordensregel seit 747 in der abteieigenen Bibliothek. Die Stiftsbibliothek, seine Erbauer nannten sie auch „Seelenapotheke“, ist die älteste Bibliothek der Schweiz und gleichzeitig eine der größten und ältesten Klosterbibliotheken der Welt. In andächtiger Ruhe werden zahlreiche grundlegende Werke der europäischen Geistesgeschichte und kostbare Originalhandschriften aufbewahrt. Über 400 Bände sind mehr als 1.000 Jahre alt! Zusammen mit dem Klosterviertel St.Gallens wurde die Stiftsbibliothek deshalb 1983 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Sie dient heute als Museum und wissenschaftliche Leihbibliothek mit einem beeindruckenden Fundus an historischen Werken. Hauptanziehungspunkt für Besucher ist der prunkvolle Barocksaal der Renaissance-Bibliothek mit seinen üppig stuckverzierten Decken, welche bis 1767 von Künstlern aus der Bodenseeregion ausgestattet wurden. Der Besucher schlüpft beim Betreten des Barocksaals in spezielle Filzüberschuhe, um den Boden nicht unnötig zu strapazieren. Dann fühlt er sich zurückversetzt in eine vergangene Zeit, in der Bücher noch von Hand geschrieben und wohl gehütet wurden. Und mit ein wenig Fantasie kann man sich den Mönch vorstellen, wie er an einem der Schreibpulte am Fenster arbeitete.
www.stiftsbibliothek.ch
Sascha Schwarzkopf
Tüfteln, werkeln, bestaunen … Kids aufgepasst!
Ihr interessiert Euch für Technik und Natur? Ihr macht gerne Experimente? Dann seid ihr in der „inatura“ in Dornbirn genau richtig! Die inatura ist ein besonderes Naturmuseum für clevere Kids. Hier erfährt man nicht nur allerlei Wissenswertes über Tiere und Pflanzen durch die vielen ausgestellten Tier- und Pflanzenpräparate, Fossilien und Mineralien, sondern ihr könnt euch auch in der so genannten „Science Zone“ mit physikalischen, technischen und mechanischen Phänomenen spielerisch beschäftigen. Mit Hilfe von richtigen Technikern bekommt ihr einen
Einblick in die faszinierende Welt der Technik. In Sonderausstellungen könnt ihr verschiedene Naturereignisse mit 3D-Filmen, Spielen und Präparaten mit allen Sinnen erleben. Ein Besuch in der „inatura“ wird ganz bestimmt zu einem richtigen Erlebnis.
www.inatura.at
Nathalie Peter
Städtisches Museum Überlingen
Wer in die Geschichte der einstigen freien Reichsstadt Überlingen eintauchen möchte, ist hier genau richtig. Das Überlinger Museum bietet in seinen rund 30 Schauräumen eine Fülle an Kunst und Kulturgegenständen, Werke der Malerei und Plastik von der Gotik bis zum Klassizismus, Arbeitsgeräte aus vielen Berufsschichten sowie dem einst für Überlingen so bedeutenden Kornhandel und Weinbau. Mobiliar und Gebrauchsgegenstände aus vielen Epochen sind sehenswerte Zeitzeugen der bewegten ehemaligen Reichsstadt. Eine der Hauptattraktionen sind die drei Statuen von Joseph Anton Feuchtmayer sowie die Schnitzereien der Brüder Zürn. Insgesamt 55 Puppenstuben von der Renaissance bis zum Jugendstil aus verschiedenen Jahrhunderten bieten dem Besucher einen Einblick in die
Arbeits- und Lebensweise aus früheren Jahrhunderten. Eine große Ausstellung von Krippen zeigt die Höhepunkte der Weihnachts- und Passionsgeschichte. Überlinger Trachten, Schwertletänzer und Narren veranschaulichen das lebendige Brauchtum der Stadt. Der von 1459 bis 1462 errichtete einstige Palast der Reichlin von Meldegg und späterer Patriziergeschlechter, ist ein architektonisches Highlight aus drei Epochen und vereint Stilelemente von Gotik, Renaissance und Barock in einem Bauwerk. Einen krönenden Abschluss des Museumsbesuchs bietet der Museumsgarten mit einer fantastischen Aussicht auf die Altstadt und den See.
www.museum-ueberlingen.de
Beate Laub
Glanzlichter am Kunsthimmel des internationalen Bodensees
Mit zwei herausragenden Messen, der Art Bodensee in Dornbirn und der ArtDesign Feldkirch wird augenscheinlich, welchen Stellenwert, neben den mittlerweile weltbekannten Ausstellungshäusern der Region, wie das Kunsthaus Bregenz, der Kunst im stetig wachsenden Kulturraum Bodensee beigemessen wird. Es sind Glanzlichter, die mehr und mehr international ausstrahlen und mittlerweile Menschen aus aller Welt an den Bodensee ziehen. Denn die Gegenwartskunst hier am Bodensee ist inzwischen mit bedeutenden Größen aus aller Welt vertreten. Die Art Bodensee präsentierte 2010 Kunst aus 6 Ländern, darunter Galerien aus New York, Barcelona und London und wird dies auch in diesem Jahr wiederholen. Klein aber fein ist die Devise dieser Messen. Nicht Quantität steht hier imVordergrund, sondern Qualität gepaart mit dem Gespür für eine ästhetische Präsentation zeitgenössischer Kunst und ausgefallener Designobjekte. Gerade der überschaubare Rahmen dieser Messen, macht sie zu Messen mit Persönlichkeit und persönlichen Kontakten. Sie schaffen im sensiblen Kunstbetrieb ein Forum, das Kunst- und Designschaffende, Vermittler und Kunden in freundlicher Atmosphäre zusammenbringt. Die Art Bodensee heißt ihre Gäste vom 22.–24. Juli 2011 auf dem Dornbirner Messegelände wieder willkommen und wird höchste Qualität und künstlerische Vielfalt bieten. Die ArtDesign Feldkirch, eine Messe für Kunst, Design und Mode, findet vom 4.–6. November 2011 im Montforthaus in Feldkirch statt. Wer sich ein echtes Kulturhighlight gönnen möchte, dem seien diese Glanzlichter empfohlen.
www.messedornbirn.at, www.feldkirch.at
Jasmin Hummel
Viele weitere Geheimtipps vom Team des Bodensee Magazins finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Seite 22 - 27, auch direkt hier online zu bestellen.






