Leseprobe Rubrik: Bodensee Magazin

Die ganze Welt in einem See

Auch nach über 30 Jahren ist das Bodensee Magazin unverzichtbar für die Urlaubsplanung und als anre-
gender Begleiter für ereignisreiche Tage und Ferien am Bodensee.

Das Bodensee Magazin 2017: Das Mehr am See

Auch 2017 ist das Bodensee Magazin wieder unverzichtbar für die Urlaubsplanung und als anregender Begleiter für ereignisreiche Tage am See. Mit der neuen Ausgabe kann man einfach mal abtauchen. Wir haben die schönsten Strandbäder rund um den See besucht. Hier ist für jeden was dabei. Oder einfachmal abtauchen in die Wasser Welten des Sees. In beeindruckenden Bildern zeigt er all seine Facetten. Außerdem war das Team vom Bodensee Magazin zu Gast auf der belebten Burg ins Meersburg. Eine Reise ins MIttelalter, die man von April bis Oktober unternehmen kann. Über neue Trends und Herausforderungen haben wir mit den Winzern am See gesprochen. Und auch die Kultur rund um den See lädt zur Endteckungsreise. In Singen - in Kennerkreisen längst kein kultureller Geheimtipp mehr - trifft man auf internationale Stars der Szene. Wie schön der See und sein Umland in der Herbst- und Winterzeit sind, wird manchen überraschen und hoffentlich überzeugen, dass der See weit mehr bietet als „nur“ Badespaß. Tolle heiße Tipps für kalte Tage haben wir auch in diesem Jahr wieder gesammelt.

Als hochwertiges Reisemagazin führt das Bodensee Magazin 2017 wieder auf mehr als 250 Seiten durch die Vierländerregion Bodensee, bietet Informationen aus erster Hand und aktuelle Tipps zu allem, was man auf und um den See herum unternehmen kann. In faszinierenden Bildern zeigen wir den See zu allen Jahreszeiten, führen zu den schönsten Orten und Landschaften, zu Schlössern und Burgen, zu Museen und Galerien, zu Thermen und Strandbädern, zu Gesundheits- und Familienangeboten von Bodman bis Bregenz, von der Mainau bis auf den Säntis. Neben den landschaftlichen Reizen besticht die Bodenseeregion vor allem auch in kulinarischer Hinsicht. Ausgezeichnete Seeweine und Restaurants werden auch in der aktuellen Ausgabe wieder vorgestellt, daneben gibt es Tipps zu Hotels und Pensionen, die wichtigsten Ausstellungen, Museen, Festspiele und die unzähligen Veranstaltungen für das ganze Jahr und darüber hinaus, denn das Magazin hat Gültigkeit bis März 2018.

Mit dem Bodensee Magazin 2017 auf Reisen gehen und das Mehr am See entdecken.

Das Bodensee Magazin ist erhältlich im Zeitschriftenhandel oder direkt zu bestellen für EUR 7,50 zuzüglich Versandkosten bei:

Labhard Medien GmbH, Max-Stromeyer-Straße 116, D-78467 Konstanz
Tel.: +49 (0)7531 90710, verlag@labhard.de oder unter www.labhard.de

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ISBN 978-3-944741-34-5

Leseprobe Rubrik: Redaktionstipps

Badespaß

Einfach mal abtauchen ...

... wer sehnt sich nicht danach am einen oder anderen heißen Sommertag? Das Team von Labhard Medien hat sie im vergangenen Sommer getestet – die unzähligen Möglichkeiten zum Baden, Schwimmen und Entspannen am Bodensee. Ob ins Freibad mit der ganzen Familie oder an einem versteckten Naturstrand die Ruhe genießen – die schönsten Möglichkeiten zum Abtauchen und Abschalten haben wir für Sie auf den folgenden Seiten gesammelt.

MILI - Traditionsbad in Bregenz

Baden wie vor 150 Jahren, das ist in der ältesten Badeanstalt am Bodensee möglich – der Mili. Erbaut im Jahr 1825 diente der ursprünglich eingeschossige Pfahlbau als Militärschwimmschule für die Soldaten der gegenüberliegenden Bregenzer Kaserne. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Badeanlage zu einer U-Form erweitert. Dadurch ist das Innere vom Ufer abgeschirmt und öffnet sich mit herrlichem Blick auf den See. Durch einen Brand und Hochwasser wurde der Pfahlbau beschädigt. Dank Restaurierung kann die Mili heute wieder als öffentliches Bad genutzt werden. Wunderbar gelegen in der Biege der Bregenzer Bucht, zeigt sich der alte Holzpfahlbau in einer einzigartigen Atmosphäre. Das stilvolle und gemütliche Traditionsbad bietet wunderbare Sonnenterrassen mit einem herrlichen Blick auf den ganzen See. Liebevoll gestaltet haben die verschiedenen Bereiche wohlklingende Namen wie „Sonnendeck“, „Afrika“ oder „Drachenfels“. Das „Sonnendeck“, das offene Ober - geschoss der Mili, erinnert eher an ein Schiffsdeck und ist der ideale Platz für ein Sonnenbad. „Afrika“ ist der südliche Teil im Untergeschoss. Von zwei Seiten bebaut, brennt die Sonne tagsüber unerbittlich, zudem ist die Lage windgeschützt. Hier werden Temperaturen erreicht, die eher an Afrika erinnern. Die Bezeichnung „Drachenfels“ haben sich alteingesessene Stammgäste ausgedacht. Vorwiegend ältere Damen, liebevoll als „Drachen“ bezeichnet, haben hier ihre Stammplätze, tratschen über die Probleme des Alltags und verdrängen auch schon mal „drachenmäßig“ unliebsame Tagesgäste in andere Bereiche des Bades. Das sollte jedoch niemanden abhalten, doch einmal das Handtuch beim „Drachenfels“ auszubreiten. Wer es lieber sportlich mag, hat die Möglichkeit, Tischtennis zu spielen, sich im Wasserball zu versuchen, oder auf dem Sprungbrett sein Können unter Beweis zu stellen.                                                Gabriele Schindler

Seebad Romanshorn - 360°Rondom schön!

Der Bodensee ist groß – sicher. Aber nirgendwo sonst ist die beeindruckende Größe des Sees so hautnah zu erleben wie im Seebad Romanshorn. Wer hier wagt, ein Stückchen hinaus in den See zu schwimmen, wird mit einem überwältigendem Gefühl von Weite und Freiheit belohnt – zumindest diejenigen, denen nicht mulmig wird mit dem Wissen um ganz schön viel Wasser unter den Füßen. Wer die Weite des Sees aber liebt, der schwimmt in den Wassern vor Romanshorn goldrichtig. Schaut man gen Nordwesten, thront, ganz fern und klein und doch nicht zu verkennen, die Barockkirche Birnau. Wendet man den Blick gen Südosten erheben sich Pfänder und die Höhen des Bregenzerwaldes hoch über dem See. Auch die weite Sicht ins deutsche Umland bis Markdorf und zum Gehrenberg erfreut die Sinne, und spätestens der Blick auf den majestätisch über der Badi thronenden Säntis entlockt ein wohliges Gefühl von Glück. So mancher der nicht wenigen Weitraus- Schwimmer gönnt sich einen Zwischenstopp an einer der Bojen – und das mit Sitzmöglichkeit! Ein Päuschen für ein Pläuschchen, eine Plätzle für ein Schwätzle. Und was noch? Zwei Floße locken zu einem Offshore- Sonnenbad, sportliche Ambitionen kann man nicht nur im See selbst, sondern auch in einem 50-Meter- Becken ausleben, und für Babys gibt es einen eigenen Bereich zur Wassergewöhnung mit einem Planschbecken und kleiner Rutsche. Kinder dürfen sich in einem großen Nichtschwimmerbecken austoben, die etwas älteren und die Kind gebliebenen eine 100-Meter-Rutsche hinabdüsen, und an den Sprungtürmen können Jungs und Mädchen ihren Mut beweisen. Im Seebad Romanshorn ist für alle gesorgt – da kann man sich in der Seebad Lounge auch mal in aller Ruhe einen Kaffee unter den urigen Platanen gönnen.                                           Holger Braumann

Eisberg im Bodensee

Das Schweizer Ufer des Untersees, angefangen von Gottlieben bis Stein am Rhein, hat nicht nur attraktive Sehenswürdigkeiten wie z.B. das Napoleonmuseum, sondern bietet gerade in den Sommermonaten für große und kleine Badegäste eine besonders attraktive Möglichkeit, Wassersport und Baden im Bodensee zu genießen. Etwas verwundert schauen die Badegäste schon, wenn sie im Strandbad (Badi) in Steckborn einen Eisberg schwimmen sehen. Hierbei handelt es sich um ein beliebtes Kletterspielzeug, mit dem Kinder im Wasser einen Riesenspaß haben. Wer den See von der anderen Perspektive erkunden möchte, kann sich in der Badi Kanus oder das Zubehör für Stand-Up-Paddling leihen. Die familienfreundliche Badi wird von den Pächtern liebevoll gepflegt und bietet auch die Möglichkeit zur Übernachtung. Und eines ist noch wichtig: Da der Rhein hier das Wasser speist, ist es besonders sauber und frisch (nicht kalt). Jung und Alt können hier glückliche Stunden erleben … Was gibt es Schöneres?                                                                        Claudia Manz

 

Ausstellungstipp - Badekultur um 1930

Um 1930 entsteht der neue Typus des Strandbades mit Umkleidekabinen, Liegewiesen, Sportmöglichkeiten und einem Kiosk oder Café. Auch an Bodensee und Rhein gibt es in dieser Zeit einen regelrechten Strandbad-Boom. Die Bilder entstammen einer Ausstellung im Museum Lindwurm in Stein am Rhein. Die Sonderausstellung „Badekultur um 1930. Strandbad-Plakate aus der Schweiz und vom Bodensee“ lief bereits 2016 und wird wegen des großen Publikumserfolgs verlängert und noch bis Oktober 2017 zu sehen sein. Im Zentrum der Ausstellung steht die neue Körper- und Freizeitkultur im Strandbad. www.museum-lindwurm.ch, www.badekultur1930.ch 

[...] noch mehr Strandbadtipps gibt es im Bodensee Magazin 2017 ab Seite 12.

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Leseprobe Rubrik: SeeKultur

Belebte Burg

Hoch über dem Bodensee thront das Alte Schloss Meersburg als steinerner Zeuge des Mittelalters und ist gleichzeitig die älteste noch bewohnte Burg Deutschlands.

Die Meersburg gilt als die älteste bewohnte Burg Deutschlands. Man vermutet, dass an dieser Stelle im Jahre 628 von Merowingerkönig Dagobert I. eine Art Schutzbau für Reisende errichtet wurde. Der Bergfried – auch „Dagobertsturm“ genannt – gehört zusammen mit der Dürnitz und der Nordbastion zu den ältesten Teilen der Burg. Definitiv gesichert ist die Existenz der Meersburg seit dem Jahr 1211, als sie in den Besitz der Konstanzer Fürstbischöfe kam und als Sommerresidenz diente. Dass diese im Jahr 1233 Meersburg das Stadt- bzw. Marktrecht verliehen, hat dem Ort zur Blüte verholfen. Infolge der Reformation verlegten die Fürstbischöfe 1526 ihren Sitz dauerhaft von Konstanz nach Meersburg. Bedingt durch die Säkularisierung fiel die Meersburg 1803 an den Großherzog von Baden, welcher in den alten Gemäuern erst die Provinzialbehörde und schließlich das neu geschaffene Seegericht unterbrachte. 1838 erwarb der Mittelalterforscher Joseph Freiherr von Laßberg zusammen mit seiner Frau Maria Anna von Droste-Hülshoff, Jenny genannt, die Meersburg. In den Jahren 1841-1848 lebte hier mit Unterbrechungen, ab 1846 bis zu ihrem Tode, auch die Schwester der Burgherrin, die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Heute befindet sich die Burg im Besitz der Familie Naeßl-Doms, die sich engagiert um deren Erhalt kümmert.

Die Besichtigung der Burg

Besichtigt werden können in der Burg 36 Räume sowie der zauberhafte Garten. Im gotischen Gemach sowie den Renaissance-Räumen lässt sich sehr schön die historische Entwicklung der Burg nachvollziehen. Alle Räume sind liebevoll mit den für die jeweiligen Epochen typischen Möbeln eingerichtet.

Eine aufregende Reise ins Mittelalter

Künstler, Handwerker und Händler aus ganz Deutschland sorgen für ein buntes Treiben in stilechter Kleidung und Ausstattung. Regelmäßig einmal im Monat von April bis Oktober erwacht auf der Burg lebendige Zeitgeschichte, erfüllt Räume, Gänge und Hallen mit Leben. Bei „Living-History“ geben Gruppen ihrem Hobby einen wissenschaftlichen Anspruch und veranschaulichen kompetent die jeweils dargestellten Epochen des Mittelalters. Während der Besucher im Museum die Originalobjekte bewundern kann, werden die Räume der Burg mit echtem Leben erfüllt. Aus der Burgküche dringen verlockende Gerüche und das Gesinde bäckt und kocht nach historischen Rezepten, währenddessen im Rittersaal Rüstzeug und Waffen gepflegt, ausgestellt und anschaulich erklärt werden. Nebenan in der Burgschmiede entstehen im glühenden Schmiedefeuer Messer, Zeltheringe und andere nützliche Gegenstände, die für das Heerlager nötig sind. Adlige Damen sitzen im Palas, nähen, sticken und weben mit fleißigen Fingern Kleidungsstücke und feine Bordüren. Ein Minnesänger lässt seine Laute erklingen und huldigt seiner Herzensdame. In den Räumen der Burg und im Burghof arbeiten historische Handwerker wie Nadelmacher, Holzschnitzer, Papierschöpfer, Töpfer, Bronzegießer, Färber, Buchbinder und viele mehr. Das bunte Treiben eröffnet einen Blick auf den Alltag in der Burg und aus der Summe aller Eindrücke beim Museums-Rundgang entsteht so ein lebendiges Bild längst vergangener Zeiten.

 

„Belebte Burg“ 2017:
22./23. April, 6./7.Mai,
10./11. Juni, 29./30. Juli,
19./20. August, 16./17. Sept.,
6./7./8. Oktober (Meersburger Mittelaltermarkt)


[...] Mehr zur belebten Burg Meersburg im Bodensee Magazin 2017 ab Seite 70.

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Leseprobe Rubrik: SeeGeschichten

Schiffsverkehr

Eine der schönsten Arten, die Weiten des azurblauen Bodensees und seine unvergleichliche Land-
schaft zu erleben, ist die Fahrt auf einem Schiff. Da gibt es zum einen die internationale „Weiße Flotte“ – eine der größten Binnenschifffahrts-
flotten Europas.

Nicht minder erholsam sind die Fahrten mit den Autofähren Konstanz-Meersburg und Romanshorn-Friedrichshafen. Besonders flott geht es mit dem Katamaran von Konstanz nach Friedrichshafen und umgekehrt.

Entdeckungsreisen mit der Weißen Flotte

Vom Frühling bis spät in den Herbst kreuzen die Personenschiffe der „Weißen Flotte“ im Kursverkehr über den See. Die Schifffahrtsgesellschaften von Deutschland, Österreich und der Schweiz bieten mit über 30 Schiffen einen lückenlosen Fahrplan, um sämtliche Bodensee-Städte, viele Dörfer und Ausflugsziele per Schiff zu erreichen. Die Schiffe selbst sind sehr verschieden: Vom modernen Konferenzschiff bis zu den charmanten „old ladies“ aus den 30er Jahren umfasst die Flotte unterschiedlichste Schiffstypen. Das älteste Schiff der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB), das Motorschiff (MS) „Baden“, stammt aus dem Jahr 1935. Allerdings gehört es schon zu der Generation von Schiffen, die nicht mehr unter Dampf, sondern mit Diesel fuhren. Heute wird das MS „Baden“ als schwimmendes Denkmal bewundert. Zusammen mit dem Schwes terschiff „Schwaben“ (gebaut 1937) ist es als Denkmal eingestuft. Beide Schiffe werden nach wie vor im Kursverkehr eingesetzt. Für eine neue Ära moderner Schiffe stehen auf deutscher Seite das MS „Lindau“ (Baujahr 2006) und MS „Überlingen“ (2010) bereit. Die Geschichte der Kursschifffahrt auf dem Bodensee beginnt übrigens bereits im Jahr 1824. Damals wurde der erste regelmäßige Kursverkehr zwischen Friedrichshafen und Rorschach mit dem Dampfschiff (DS) „Wilhelm“ eingerichtet. Die eigenständige Schweizerische Bodensee Schifffahrt (SBS) gehört selbstverständlich zur internationalen Bodenseeflotte. Das 60 Jahre junge MS „Säntis“ wurde auf der SBS-eigenen Werft zur eleganten Yacht umgebaut. Stilvolle und edle Materialien verleihen dem Schiff ein luxuriöses Ambiente. Künftig finden 120 Personen einen Sitzplatz im Hauptdeck. Das Oberdeck ist mit einer Bar ausgestattet und bietet elegante Sitzgelegenheiten für Apéros. Ein einladendes Sonnendeck rundet das Ganze ab. Technisch besticht das MS „Säntis“, die „Yacht für einen Tag“, mit modernster Event-Technik. Es ist somit bestens geeignet für Seminare oder Präsentationen anlässlich von Feierlichkeiten, Charter- und Hochzeitsfahrten Im Herbst 2008 wurde der Bodensee um eine Attraktion reicher: das MS „Sonnenkönigin“ wurde in Dienst gestellt. Als Teil der österreichischen Vorarlberg Lines ist das futuristisch anmutende Luxusschiff ein einziger Superlativ. […]

Als die Lichter am See ausgingen

In den Hochsommermonaten des Jahres 1939 nahm das Leben am See vorerst noch seinen gewohnten Verlauf. Nur wenige ahnten die akute Gefahr eines bevorstehenden Weltkriegs. Seeanwohner und Feriengäste verdrängten ihre Ängste. Ab dem 1. September 1939, dem Tag des Überfalls Nazideutschlands auf Polen, begann wie bei einer Quelle, der man plötzlich das Wasser abgegraben hatte, der Touristenstrom zu versiegen. Sämtlichen Sport- und Privatbooten wurde die Erlaubnis zur Benutzung entzogen und wegen einer möglichen Fluchtgefahr in die Schweiz requiriert. Um jegliche Fluchtgefahr zu unterbinden, wurden selbst Badeflöße und Bojen entfernt. Ein endgültiges Fahrverbot für die Schifffahrt erfolgte ab Juni 1941 mit dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion. Der Krieg, der zunächst mit seinen direkten Auswirkungen noch fernab der Bodenseeregion tobte, begann 1942 mit den ersten Einflügen alliierter Flugzeuge, auch im tiefsten deutschen Süden anzuklopfen. Nach und nach erhielten alle deutschen Bodenseeschiffe einen marinegrauen Tarnanstrich aufgetragen. Im Sommer 1943 erfolgten die ersten schweren Luftangriffe auf die Stadt Friedrichshafen. Ziel war es, die Luftfahrt- und vielschichtige Rüstungsindustrie auszuschalten. In der Nacht zum 28. April 1944 erlebte Friedrichshafen den bis dahin schwersten Luftangriff durch die britische Royal Air Force. Bei diesem Angriff wurden besonders die Altstadt und das Hafengelände schwer in Mitleidenschaft gezogen. Als in der zweiten Aprilhälfte 1945 französische Truppen den westlichen Bodensee erreichten, sah ein längst sinnlos gewordener NS-Befehl die Versenkung aller in Lindau und Bregenz stationierten Bodenseeschiffe vor. Doch der Vorstand der Reichsbahndirektion Augsburg, Dr. Alfred Otter, war nicht gewillt, die ihm unterstehenden Schiffe diesem Wahnwitz zu opfern. Nach geheimen Verhandlungen mit schweizerischen Behörden in Buchs erhielt Otter die Zusage, alle betroffenen Schiffe in die Häfen Romanshorn, Arbon und Rorschach zu überführen. Für diese mutige Aktion wurde Dr. Otter später mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. In der Nacht vom 25. auf den 26. April 1945 nahmen sämtliche Schiffe aus den Häfen Lindau und Bregenz Kurs auf das Schweizer Ufer. […]

Mehr zur Bodenseeschifffahrt und ihrer spannenden Geschichte im Bodensee Magazin 2017 ab Seite 30

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