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Leseprobe Rubrik: Kartause

Die Kartause Ittingen Ein besonderer Ort

Das einzigartige Kultur- und Seminarzentrum

Als ehemaliges Kloster und heutiges Kultur- und Seminarzentrum verbindet die Kartause Ittingen auch heute auf einzigartige Weise klösterliche Werte wie Kultur, Spiritualität, Bildung, Fürsorge, Gastfreundschaft und Selbstversorgung.

Traumhafte Gärten mit über tausend Rosenstöcken laden ein zum Flanieren, im Restaurant Mühle mit wunderschöner Gartenwirtschaft werden die Gäste mit vielen hochwertigen Spezialitäten vom eigenen Gutsbetrieb verwöhnt. Die 68 stilvoll-modernen Hotelzimmer in den beiden Gästehäusern, die gehobene Gastronomie verbunden mit einer herzlichen Gastfreundschaft und die unverwechselbare Atmosphäre verführen zum Verweilen.

Für Menschen mit einer psychischen oder geistigen Beeinträchtigung bietet die ehemalige Klosteranlage sinnvolle Beschäftigung und behagliches Zuhause. Das Ittinger Museum gibt authentischen Einblick in das Leben der Kartäusermönche, die bis 1848 hier lebten, und das Kunstmuseum Thurgau ist präsent mit einer Sammlung und wechselnden Ausstellungen. Die evangelische Landeskirche pflegt am Ort die Spiritualität und bietet ein reichhaltiges Kursprogramm im Erwachsenenbildungsbereich. Regelmässig finden im idyllischen Ambiente hochkarätige klassische Konzerte statt. Die Kartause Ittingen gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern des Bodenseeraums.

Kultur, Natur und Genuss - ein einmaliges Erlebnis

Die stimmungsvollen Räume, die unterschiedlichen Festsäle und die prächtige Gartenanlage geben jedem Ereignis eine ganz spezielle Note. Auch für Seminare und Tagungen ist die Kartause Ittingen ein idealer Ort. Nebst der modernen Infrastruktur machen die attraktiven Rahmenprogramme wie auch die inspirierende Umgebung die Veranstaltungen garantiert erfolgreich.

Das Bodensee Magazin Spezial - Kartause Ittingen ist erhältlich im Zeitschriftenhandel oder direkt zu bestellen für EUR 5,0 zuzüglich Versandkosten bei:

Labhard Medien GmbH, Max-Stromeyer-Straße 116, D-78467 Konstanz
Tel.: +49 (0)7531 90710, verlag@labhard.de oder unter www.labhard.de

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ISBN 978-3-944741-40-6

Leseprobe Rubrik: Geschichte

Von der Burg zum Kloster

Ittingen besitzt eine lange und wechselvolle Geschichte. Im Mittelalter stand hier ein Burgturm. Generationen von Mönchen bauten an den Geäuden weiter, was dem Ort heute seine einzigartige Vielfalt verleiht.

Ittingen im Wandel der Zeit

Ittingen ist ein Ort mit einer höchst wechselvollen Geschichte. Ursprünglich stand an Stelle des Klosters eine Burg. Über deren Aussehen ist kaum etwas bekannt. Am ehesten wird es ein einfacher Wehrturm mit einigen Nebengebäuden gewesen sein. Hier lebten die Herren von Ittingen, eine Familie des niederen Adels mit Besitzungen und Rechten in der nahen Umgebung. Diese Herren von Ittingen überführten ihre Besitztümer um 1150 in ein Chorherrenstift nach der Regel des heiligen Augustinus und traten diesem selber bei. Eine erste Blüte verdankte das kleine Stift dem Aufstieg Frauenfelds zum habsburgischen Verwaltungszentrum im 14. Jahrhundert. Doch bald darauf folgte der Niedergang: 1420 gab es in Ittingen weder einen Propst noch einen Priester. Das Kloster stand kurz vor der Auflösung. Um dies zu verhindern übernahm 1461 der Kartäuserorden das Anwesen. Dank Stiftungen und einer Ausdehnung der Einkünfte konnte eine solide Finanzierung des Betriebs sichergestellt werden, während die einziehenden Brüder für die geistliche Ernsthaftigkeit sorgten.

Die Übernahme vollzog sich allerdings nicht ohne Widerstand. Die Kartäuser schlossen als streng kontemplativer Orden die Kirche für Außenstehende und vor allem für Frauen, was gegen alte Rechte verstieß. Deshalb besetzten 1471 im sogenannten „Sitzstreik“ die Kirchgängerinnen des Nachbardorfes Warth die Kartäuserkirche. Sie forderten den Bau einer eigenen Kapelle, da sie nach der Aussperrung aus der Klosterkirche gezwungen waren, den Gottesdienst im über eine Wegstunde entfernten Üsslingen zu besuchen. Der Fall wurde vor die Eidgenössische Tagsatzung – der damals höchsten Regierungs- und Gerichtsinstanz der Schweiz – gebracht, die die Kartäuser verpflichtete, in Warth eine Kirche zu bauen und einen Pfarrer einzustellen. Nur wenige Jahrzehnte später war die Kartause Ittingen gar vom Untergang bedroht. Die 1522 in Zürich einsetzende Reformationsbewegung um Ulrich Zwingli fand bald auch in der Herrschaft Thurgau Anklang, was zu Unruhen und Bildersturmen führte. Der Thurgau wurde als Untertanenland abwechslungsweise von den Innerschweizer Kantonen sowie Bern und Zürich verwaltet, sodass in Frauenfeld Vogte der alt gläubigen Kantone auf Verwalter von reformierten Standen folgten. Beide Glaubensrichtungen versuchten das Untertanenland in ihrem Sinne zu beeinflussen. Als nun 1524 der katholische Landvogt beim Versuch, den Reformierten zu schaden, in Stein am Rhein einen reformierten Prediger gefangen nehmen ließ, rotteten sich über 3000 Menschen zusammen, um den Verhafteten zu befreien. Die aufgebrachte Menge zog der Thur entlang in Richtung Frauenfeld. Da sie den Fluss nicht überqueren konnte, erzwangen die Aufständischen den Zugang zur Kartause, als Hunger und Durst die Meute zu plagen begann. Bald geriet die Situation außer Kontrolle: Zwei Tage lang plünderten die Aufständischen die Vorrate des Klosters, zerstörten Bilder und Altare, zogen den Mönchen ihre Kutte aus und setzten schließlich das Kloster in Brand. Der Aufstand erregte in der Eidgenossenschaft großes Aufsehen. Auch die der Reform zugeneigten Kantone fürchteten die Sprengkraft von spontanen Volksaufstanden dieser Art. Daher wurde ein hartes Exempel statuiert: Die Anführer des „Ittinger Sturms“ wurden gefangengenommen und drei von ihnen in Baden hingerichtet. (links) Ansicht der Kartause um 1715, lavierte Tuschzeichnung. (oben) Während des Ittinger Sturms im Jahr 1524 wurde die Kartause Ittingen von aufständischen Bauern angezündet. Miniatur von Heinrich Thomann, 1605. Das weitere Schicksal des Klosters blieb aber für lange Jahre unsicher. Erst um 1550 konnte wieder ein geregelter Betrieb aufgenommen werden. Im 17. Jahrhundert setzte ein langjähriger Aufschwung ein, der bis ins späte 18. Jahrhundert reichte. Reiche Stiftungen und eine florierende Landwirtschaft ermöglichten Neu- und Umbauten der Gebäude. In diesen rund 150 Jahren erhielt das Kloster seine heutige Form und Ausstattung. Haupteinnahmequelle der Kartause war in jener Zeit der Weinbau und Weinhandel. Das Kloster bewirtschaftete nicht nur die Weingärten des eigenen Hofs, sondern ließ sich von den Bauern der Umgebung auch den Zehnten in Form von Trauben bezahlen. In guten Jahren wurden so über 400 000 Liter Wein gekeltert, wovon die großen Keller – jetzt genutzt als Ausstellungsraume oder Bankettsäle – bis heute ein eindrückliches Zeugnis ablegen [...]

Mehr zur Geschichte und Entstehung der Kartause lesen Sie im Magazin.

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Leseprobe Rubrik: Der Garten

Eine idyllische Gartenanlage

Seit Jahrhunderten leben und arbeiten Menschen in der Kartause Ittingen und hinterlassen ihre Spuren. So ist eine Gartenanlage entstanden in der sich Rebberge, Gemüse- und Kräutergärten mit der Blütenpracht zu einem einzigartingen Ganzen.

Zu jeder Jahreszeit entdecken und erleben

Im Frühling und im Sommer können in den naturnah gepflegten Garten die satten Farben von Lavendel und Pfingstrosen bestaunt, die üppigen Rosenstocke rund um die ehemalige Klosteranlage und eine Fülle an Heilkräutern beschnuppert werden. Die Schafe und Pferde auf den Weiden wie auch die neugierigen Kälbchen im Gutsbetrieb wollen begrüßt werden. Im Hopfengarten erläutert ein Hopfenerlebnispfad, wie aus der grünen Kletterpflanze das schmackhafte Ittinger Amber Bier entsteht, und im Herbst kann an der üppigen Pracht von erntereifen Fruchten und Trauben entlanggeschlendert werden. Neben dem Rebhaus, verborgen unter einem Strauch, hört man das beruhigende Sprudeln der Quelle. Wer sich sportlich betätigen will, steigt die 185 Stufen der Himmelsleiter im steilen Rebberg hinauf. Der malerische Blick auf die Kartause, über die Thur bis nach Frauenfeld und zum Alpsteingebirge, zahlt sich aus. Der Ittinger Wald und die idyllischen Thur-Wege animieren zum Joggen, Wandern, Nordic- Walken oder Reiten. Die Kartause verfügt zudem über eigene Fahrräder und E-Bikes, mit denen die Umgebung erkundet werden kann. Darüber hinaus laden die nahegelegenen Seen, wie der Nussbaumer- und der Huttwilersee, die faszinierende Natur sowie die kulturellen Angebote im ganzen Thurgau zu überraschend vielseitigen Ausflügen ein.

Garten-Themenpfade durch die Klosteranlage

In der Kartause Ittingen laden vier Garten-Themenpfade zu einem Rundgang über die ganze Klosteranlage ein. Vier Persönlichkeiten erzählen Interessantes und Unterhaltsames zur Gestaltung, Nutzung und Geschichte der Garten. Die attraktiv aufbereiteten Informationen gliedern sich in vier Bereiche: Garten und Landschaft, Stille und Spiritualität, Kunst und Reflexion sowie Duft und Genuss. Die Themenpfade verfuhren zu einer vergnüglichen Exkursion an versteckte Orte. Hier lässt sich mehr über die Vielfalt der Garten in der Kartause Ittingen erfahren.

TIPP
Den Audioguide und weitere Informationen zu den Themenpfaden gibt es beim Eingang in die Museen. Die Audioguide- Gebühr beträgt CHF 1o,-  / 7,- und gilt gleichzeitig als Eintritt in die Museen.

Mehr zur paradiesischen Gartenanlage rund um die Kartause lesen Sie im Magazin.

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Leseprobe Rubrik: Kunst

Kunst in besonderer Umgebung

Im gleichen Gebäudekomplex wie die historischen Räumlichkeiten des Ittinger Museums befinden sich die Ausstellungsräume des Kunstmuseums Thurgau mit Werken aus der kantonalen Kunstsammlung und attraktiven Wechselausstellungen.

Neue Sichtweisen in altem Gemäuer

Ein zentraler Ausgangspunkt für die Museumsarbeit ist der für ein Kunstmuseum doch nicht ganz gewöhnliche Ort. Das besondere Umfeld des ehemaligen Klosters legt die Auseinandersetzung mit besonderen Themen nahe: Die eigene Sterblichkeit oder das Verrinnen von Zeit, aber auch die Eigenheiten von Idyllen und deren Entlarvung können hier in Ittingen in einzigartiger Weise behandelt werden. Die Attraktivität des Ortes ermöglicht es, dass immer wieder auch weltbekannte Künstlerinnen und Künstler zu einer Zusammenarbeit verführt werden können. Einen weiteren Schwerpunkt im Programm des Kunstmuseums bildet die Auseinandersetzung mit dem Schaffen von Künstlerinnen und Kunstlern der Bodenseeregion. Die lebendige Kunstszene im weiteren Umfeld des Kunstmuseums bietet viele unkonventionelle Positionen, die im lebendigen Dialog mit dem globalen Kunstdiskurs stehen. Die Kunst von Außenseitern ist ein drittes Kompetenzfeld des Museums. Den Kern dieser Aktivitäten bildet der im Museum deponierte Nachlass des Berlinger Malers Adolf Dietrich (1877–1957), um dessen Werk herum in den letzten 40 Jahren eine einzigartige Sammlung von naiver Kunst, Art Brut und anderen unkonventionellen Kunstäußerungen entstand. Die drei Schwerpunkte des Museums fuhren zu immer wieder attraktiven Werkkonstellationen. Da können die unkonventionellen Arbeiten eines Außenseiters auf das Werk von weltbekannten Kunstlern treffen, was die Auseinandersetzung mit der einen wie der anderen Haltung entscheidend bereichern kann. Dadurch wird ein Gang durch die Museumsraume zu einem anregenden und überraschenden Erlebnis, in dessen Verlauf sich selbst für Kunstkenner immer wieder neue Sichtweisen eröffnen.

Ittinger Pfingstkonzerte und Ittinger Sonntagskonzerte

Die Kartause hat sich längst als ein Ort für hochkaratige klassische Konzerte etabliert. Die traditionellen Ittinger Pfingstkonzerte und die abwechslungsreichen Sonntagskonzerte ziehen jährlich Klassik-Liebhaber auch von weither an. Mit hervorragender Akustik in stimmungsvollem Ambiente sind die Konzerte ein wahrer Hörgenuss. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit der Stiftung Kartause Ittingen mit der professionellen und bestens vernetzten Hochuli Konzert AG sind immer wieder Weltklassemusikerinnen und –musiker in der Kartause Ittingen zu Gast. Das ehemalige Kartäuserkloster gibt den Kammermusik- Konzerten den besonderen Rahmen. Inmitten der historischen Gebäude und der traumhaften Garten klingt die Musik noch lange nach [...]

Mehr zur Kunst in der Kartause lesen Sie im Magazin.

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