Als vor mehr als 100 Jahren Schloss Arenenberg aus dem Besitz der kaiserlich französischen Familie in die Hand des Kantons Thurgau überging, ahnte noch niemand, dass sich das Elternhaus Napoleons III. eines Tages zu einem kulturellen Kleinod entwickeln sollte. Die gerne als „schönstes Schloss am Bodensee“ bezeichnete Anlage geriet nach der Schenkung des Jahres 1906 weitgehend in Vergessenheit. Ein Besuch des Napoleonmuseums schien ein Geheimtipp lediglich für Einheimische und wirkliche Kenner der Region zu sein. Trotz der Schönheit des Ortes zogen der einmalige Sonnenuntergang, die mediterrane Aussicht und die kostbare Inneneinrichtung des Schlosses noch vor kurzer Zeit nur wenige Menschen an. Wie im Märchen verharrten die Gebäude und der Park fast in einem Dornröschenschlaf ...
Um nach dem Vorbild der Familie Bonaparte erneut ein Treffpunkt für die internationalen Besucher der Bodenseeregion zu werden, erschliesst sich das Napoleonmuseum behutsam der Öffentlichkeit. Attraktive Sonderausstellungen und sehenswerte Begleitveranstaltungen erregen viel Aufmerksamkeit nicht nur in der Umgebung des Schlosses. Für seine innovativen Ideen erhielt das Museum denn auch 2004 den begehrten Thurgauer-Tourismus-Preis verliehen.
Diese Strömung aufgreifend, entwickelte die Konstanzer Labhard Medien GmbH das Konzept, ein eigenes BodenseeMagazin-Spezial über Schloss Arenenberg herauszugeben. So entstand in dieser erfolgreichen Reihe ein besonders schönes Bildmagazin zur Geschichte der Napoleoniden am Bodensee, das nun in zweiter Auflage vorliegt. Gleichzeitig wurde aber auch eine völlig neue Form von Führer durch Schloss Arenenberg und seine Anlagen ins Leben gerufen. Viele Arbeitsstunden stecken in diesem Magazin. Stellvertretend für alle Beteiligten gilt deshalb mein besonderer Dank Frau Sigrid Gentner sowie meiner Stellvertreterin Frau Christina Egli.
Alle Mitarbeiter des Napoleonmuseums freuen sich, dass die Gäste von Schloss Arenenberg nun eine bleibende Erinnerung an ihren Aufenthalt hoch über dem Untersee in Händen halten. Sie tragen so ein Stück französischer Kultur sowie Thurgauer Gastfreundschaft in alle Welt und künden von der einmaligen Bodenseeregion.
Dominik Gügel
Museumsdirektor
Schloss Arenenberg, im Juli 2008



