Leseprobe Rubrik: Bodensee Magazin Vital 2017

Bodensee Magazin Vital 2017

Inspiration, Ruhepool und Treffpunkt für Genießer.

Das Bodensee Magazin VITAL geht ins elfte Jahr, das Slow Food Convivium Bodensee besteht 2017 nunmehr seit 10 Jahren. Es wurde also höchste Zeit, diese zwei wieder einmal zusammenzubringen. Das Slow Food Convivium Bodensee hat in der Region einiges bewegt, detailliert ist das in dem quasi Jubiläumsbeitrag im Heft zu finden. Und es lag auf der Hand, in diesem Zusammenhang auch gleich den damaligen Gründungsvorsitzenden und immer noch Küchenchef der Klinik Buchinger Wilhelmi, etwas näher zu beschreiben und seine Überzeugungen zu guter und gesunder Ernährung in Erfahrung zu bringen.

An der Intention des Magazins hat sich in all den Jahren nichts geändert. Nach wie vor versuchen wir, mit Beiträgen über Erzeugung und Vermarktung guter und gesunder Lebensmittel, gerade die Regionalität in den Fokus zu rücken. Ein Thema – weiß Gott, ein Dauerthema – denn regionale Landwirtschaft ist auch Landschaftspflege, ist Pflege der Ressource Natur, von der wir in der Region schlussendlich alle leben.

Gesundheit ist ein wichtiger persönlicher und nicht zu unterschätzender gesellschaftlicher Wert und laut Weltgesundheitsorganisation sogar ein Grundrecht des Menschen. Aber wer Rechte hat, der hat leider meist auch Pflichten. Hier, die persönliche Pflicht, die Gesundheit zu erhalten. Um dieser „Pflicht“ nachzukommen, bietet die internationale Bodenseeregion neben dem Landschaftserlebnis mit Kliniken, Kur- und Wellnesshotels, Thermen und Erholungsangeboten, beste Voraussetzungen.

Eine besondere Bedeutung kommt hier aber der Gesundheitslandschaft Oberschwaben-Allgäu zu. Mit einem schier unerschöpflichen Angebot an Natur und Körpererlebnissen rund um das „schwarze Gold Oberschwabens“ wartet sie mit Kur- und Heilbädern auf, die mit intensiven Mooranwendungen Geist und Körper wohl tun, „Pflichterfüllung“ quasi zur Freude werden lassen. Im Heft selbst ist die Gesundheitsregion Oberschwaben-Allgäu mit ihren Angeboten inzwischen ein „Schwergewicht“ und damit praktisch zur Mitherausgeberin avanciert.

Um unserem schnelllebigen Dasein etwas entgegenzuwirken, animiert eine erfahrene Ayurveda-Lehrerin, das Rad der Zeit ab und zu mal etwas langsamer drehen zu lassen und verrät, wie man dank Ayurveda gesund durch das Jahr kommt.

Global denken und lokal handeln, ist das unterschwellige Motto dieser VITAL-Ausgabe. Offen sein für das Andere, und das Bekannte schätzen und schützen. In diesem Sinne - kommen Sie gesund und vital durch das Jahr und nicht vergessen, gut zu leben und manchmal das Tempo etwas rauszunehmen.


Das Bodensee Magazin VITAL 2017 (ISBN 978-3-944741-38-3) ist erhältlich im gut sortierten Zeitschriften-/Buchhandel oder für EUR 5,50 zzgl. Versandkosten direkt bei uns zu bestellen.
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Leseprobe Rubrik: Körper

Buchinger Wilhelmi

Hoch über dem See, eingebettet in den alten Baumbestand einer zum Ufer hin terrassenförmig abfallenden Parklandschaft mit verschiedenen Themengärten, liegen die Häuser von Buchinger Wilhelmi am Bodensee, die Klinik für Heilfasten und integrative Medizin. 

Buchinger Wilhelmi Stammgäste sind vor allem hier, um sich von ihrem beruflichen und privaten Stress zu erholen, um Risikofaktoren wie Übergewicht und hohen Blutdruck zu reduzieren oder chronische Krankheiten wie Rheuma, Allergien, Asthma oder Hautkrankheiten zu lindern. Denn genau diese Erfolge haben Buchinger Wilhelmi so bekannt und begehrt gemacht.

 

Seit 20 Jahre ist Huber Hohler Küchenchef in Hause Buchinger Wilhelmi.

Er bezeichnet seine Küche als „bodenständig mit internationaler Prägung“, lässt sich aber gerne von mediterranen, asiatischen oder auch orientalischen Einflüssen inspirieren. Er doziert nicht über Cholesterin, Gluten, Lactose oder Antioxidantien, er will mit seiner Koch-Kultur überzeugen, in der Klinik-Küche, im Speisesaal und in der angeschlossenen Lehrküche bei Schulungen, bei Veranstaltungen und Vorträgen. Wir trafen ihn zum Interview.

Herr Hohler, Sie sind nun seit 20 Jahren Küchenchef in einer Fastenklinik. Können Sie das Wort Verzicht noch hören?

Damit habe ich überhaupt kein Problem. Verzicht gehört zum Leben dazu. Und Verzicht ist ja auch nur der eine Bruder, der andere heißt Genuss. Die Kunst ist, zu beidem den richtigen Zugang oder Umgang zu finden.

Wie wird man der unterschiedlichen Klientel gerecht, die aus aller Herren Länder mit den unterschiedlichsten Religionen und daraus resultierenden Essensgewohnheiten hier in Überlingen ankommen?

Da geht es den Menschen, die zu Buchinger kommen, nicht anders als denen, die gerne in fremde Länder in Urlaub gehen. Sie wollen sich mit dem verwöhnen lassen, was landestypisch ist. Wir machen hier in der Klinik ab und zu Umfragen unter den Gästen und zwar gezielt nach verschiedenen Weltregionen, wie ihnen das Essen hier schmeckt. Hier machen wir immer wieder die Erfahrung, dass ausgerechnet die Gäste aus dem Orient unsere Serviettenknödel mit Pilzragout am meisten lieben. Es ist also bei weitem nicht so, dass die Menschen nur das Essen mögen, was sie selber von zu Hause kennen. In unserer international ausgerichteten Küche gehen wir essensmäßig einmal in der Woche um die ganze Welt. Da ist dann immer für jeden etwas dabei.

Hier im Klinikbetrieb wird ja ausschließlich vegetarisch oder vegan gekocht, also kein Problem. Inzwischen gibt es unzählige Lebensmittel- Unverträglichkeiten, es gibt Flexitarier, Frutarier, Ovo-Lakto-Vegetarier und, und, und. Wie kriegt man das noch unter einen Hut oder besser in einen Topf?

Ja, wir merken hier im Klinikbetrieb stark diese Individualisierung. Aus welchem Grund der Einzelne dann auf das ein oder andere Lebensmittel verzichten möchte, ob sie sie einfach nicht mögen oder ob sie vielleicht irgend einem Trend hinterher laufen, ob sie vielleicht doch Unverträglichkeiten oder Allergien haben, Beweggründe gibt es viele. Wir haben hier nun den Vorteil, dass prinzipiell über die Hälfte unserer Rezepte sowieso schon vegetarisch oder vegan sind …
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Lesen Sie das ganze Interview und mehr zu Buchinger Wilhemi im Bodensee Magazin VITAL 2017.
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Leseprobe Rubrik: Ernährung

Slow Food

Slow Food, 1986 von dem Journalisten und Soziologen Carlo Petrini als Verein zur Erhaltung der Esskultur in der norditalienischen Kleinstadt Bra gegründet, mit dem Ziel, für gutes Essen, für kulinarischen Genuss und ein moderates Lebenstempo einzutreten.

Nach mehr als drei Jahrzehnten umfasst Slow Food Millionen von Menschen, die sich für ein Lebensmittelsystem engagieren, das auch zukünftige Generationen erhält. Dazu gehören Köche, Aktivisten, Jugendliche, Bauern, Fischer, Experten und Wissenschaftler aus mehr als 170 Ländern. Das weltweite Netzwerk zählt außerdem etwa 100.000 Mitglieder in 1.500 Convivien, den lokalen Gruppen. Dazu kommen die 2.000 Lebensmittelgemeinschaften von Terra Madre, die kleinbäuerliche Landwirtschaft betreiben und nachhaltige Qualitätslebensmittel herstellen. Nationale Vereine gibt es weltweit. Slow Food Deutschland e.V. wurde 1992 gegründet – als erster nationaler Verein außerhalb Italiens. Mitte 2016 zählte er über 13.500 Mitglieder in 85 Convivien.

Essen, was man retten will!

Die Arche des Geschmacks wurde 1996 ins Leben gerufen, um fast vergessene traditionelle Lebensmittel, die wegen ihrer oft aufwändigen Herstellung in Gefahr sind, völlig zu verschwinden drohen, zu sammeln und zu beschreiben. Das Projekt will sie wieder bekannt und beliebt machen, nach dem Motto, was nachgefragt wird, wird auch erzeugt und ermöglicht so die Vielfalt auf unseren Tellern. Mitte 2016 beherbergt die Arche des Geschmacks weltweit mehr als 3.000 Lebensmittelprodukte aus über 100 Ländern, die sogenannten Arche-Passagiere, in Deutschland rund 60. Die große Mehrheit der Passagiere sind vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen und Kulturpflanzensorten. Die kleinere Gruppe sind handwerklich hergestellte Lebensmittel wie Wurst- und Käsespezialitäten, die nur noch von wenigen Herstellern erzeugt werden.

Geschmacks(aus)bildung

Der Bildungsansatz von Slow Food ist einzigartig. Er basiert auf der Überzeugung, dass Ernährung untrennbar mit Genuss, Kultur und Geselligkeit verbunden ist. Geschmacksbildung ist das beste Mittel gegen die Flut von Fast Food und genormten Lebensmitteln. Sie ist der beste Weg, die einheimische Küche, traditionelle Produkte, Gemüsesorten und Tierrassen zu schätzen und zu schützen. Die Bildungsprojekte von Slow Food haben verschiedene Formate: Geschmackserlebnisse, Besuche auf Bauernhöfen und in Produktionsstätten, Konferenzen, Workshops und Abendessen mit den Produzenten. Sie stärken das Bewusstsein für die Herkunft, Herstellung und die Qualität von Lebensmitteln und sprechen dabei Menschen von ganz unterschiedlicher Herkunft an.

Mehr Infos unter www.slowfood.de/bildung

Die Convivien

Herz des Vereins sind die Gruppen vor Ort, genannt Convivien. Dort wird die Slow Food-Philosophie gelebt. Sie treffen sich regelmäßig, leben Geselligkeit, bauen Kontakte zwischen Erzeugern, Köchen, Händlern und Verbrauchern auf und fördern …

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Lesen Sie den ganzen Artikel und mehr zum Convivium Bodeensee im Bodensee Magazin VITAL 2017.
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Leseprobe Rubrik: Gesundheit

Ayurveda - Das Wissen vom Leben

Ayurveda, das ungefähr fünftausend Jahre alte „Wissen vom langen und gesunden Leben“, ist eine ganzheitliche Gesundheitslehre und eine Lebensphilosophie, die jeden Menschen als Individuum betrachtet und undogmatisch nach Harmonie von Körper und Seele strebt.

“Ayus” bedeutet Leben, “Veda” bedeutet Wissen. Ayurveda, das „Wissen vom Leben“ entstammt der vedischen Hochkultur Altindiens. Die ältesten Schriften in Sanskrit sind ca. 5.000 Jahre alt. Sie wurden zusätzlich über viele Tausend Jahre mündlich überliefert. Vasant Lad beschreibt sie in seinem Buch “Selbstheilung mit Ayurveda” mit folgenden Worten: “Ayurveda ist die Kunst des täglichen Lebens in Harmonie mit den Gesetzen der Natur. Ziel dieses alten, ursprünglichen Wissens ist es, die Gesundheit zu erhalten und Krankheiten zu heilen.” In unserer schnelllebigen, energieraubenden Zeit erfährt der Ayurveda gerade in modernen Gesellschaften einen wachsenden Zuspruch, weil seine Grundsätze ein Gegengewicht zu Stress, Erschöpfung und innerlicher Leere bieten. Priorität hat die Erhaltung natürlicher Gesundheit. Dafür sollte jeder Mensch ungesunde Lebensgewohnheiten vermeiden und ein Gleichgewicht der Lebensenergien anstreben bzw. bewahren. Vorbeugung ist besser als Heilung. Ayurveda umfasst eine weitreichende Ernährungslehre, Tipps für eine gesunde Lebensführung und ein großes Spektrum an Nahrungsergänzungsmitteln sowie spezielle Kur- und Behandlungsmethoden. Die tiefgreifendste Behandlung des Ayurveda ist die reinigende „Panchakarma“-Kur. Panchakarma beinhaltet eine gezielte individuelle Abfolge unterschiedlicher Anwendungen, die zur Ausleitung von Schlackenstoffen, der Reinigung von Körper und Geist, der Gewichtsregulation und dem Wiederaufbau der Lebensenergien führen können. Denn die Harmonie von Körper und Geist ist die Grundlage von Vitalität, Glück und Lebensfreude.
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Lesen Sie mehr zum Thema Ayurveda und den Beitrag "Mit Ayurveda gesund durchs Jahr" im Bodensee Magazin VITAL 2017.
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