Leseprobe Rubrik: Bodensee Magazin

Mehr vom See

Auch nach über 30 Jahren ist das Bodensee Magazin unverzichtbar für die Urlaubsplanung und als anre-
gender Begleiter für ereignisreiche Tage und Ferien am Bodensee.

Das Bodensee Magazin 2018

Die Ausgabe 2018 birgt neben den überraschenden Perspektiven auf den See ein ganz besonderes Highlight. Der Blick über die Insel Mainau zum Schloss mit freistehenden Palmen. Ein Perspektivwechsel, wie er nur im vergangenen Sommer möglich war, als das Palmenhaus zur Überholung abgebaut werden mußte. 2018 sind wir in der glücklichen Lage, diese Perspektive für die Leser des Bodensee Magazins konservieren zu können. Denn so, wie auf unserem Cover, ist die Mainau die nächsten Jahrzehnte nicht mehr zu sehen.

Die Geschichte des Hauses Bodman, das dem See den Namen gab, wird als Einstieg ins Heft erzählt. Graf Wilderich zu Bodman berichtet über die bewegte Historie des Hauses. Sinnliche Erlebnisse rund um den See, sollen zu eigenen Erfahrungen anregen, bestens ergänzt durch die Seiten mit „Das Beste vom Bodensee". Und so viel Zeppelin wie in der Ausgabe 2018  hatten wir schon lange nicht mehr im Heft.  Der neue Geschäftsführer der Zeppelin Reederei erklärt, wie man im Zeppelin den See mit anderen Augen sieht. Und wer Glück hat, kann auch gleich noch einen Zeppelin-Flug gewinnen im diesjährigen Gewinnspiel.

Als hochwertiges Reisemagazin führt das Bodensee Magazin 2018 auf bewährte Weise durch die Vierländerregion Bodensee, bietet Informationen aus erster Hand und aktuelle Tipps zu allem, was man auf und um den See herum unternehmen kann. In faszinierenden Bildern zeigen wir den See zu allen Jahreszeiten, führen zu den schönsten Orten und Landschaften, zu Schlössern und Burgen, zu Museen und Galerien, zu Thermen und Bäderlandschaften, zu Gesundheits- und Familienangeboten. Neben den landschaftlichen Reizen besticht die Bodenseeregion auch in kulinarischer Hinsicht. Ausgezeichnete Seeweine und Restaurants werden in der aktuellen Ausgabe vorgestellt, daneben gibt es Tipps zu Hotels und Pensionen, die wichtigsten Ausstellungen, Museen, Festspiele und die unzähligen Veranstaltungen für das ganze Jahr und darüber hinaus, denn das Magazin hat Gültigkeit bis März 2019.


Das Bodensee Magazin ist erhältlich im Zeitschriftenhandel oder direkt zu bestellen für EUR 7,50 zuzüglich Versandkosten bei:

Labhard Medien GmbH, Max-Stromeyer-Straße 116, D-78467 Konstanz
Tel.: +49 (0)7531 90710, verlag@labhard.de oder unter www.labhard.de

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ISBN-Nr.  978-3-944741-44-4

Leseprobe Rubrik: Redaktionstipps

Mit allen Sinnen

Die Bodensee Magazin Redaktion war sinnlich untewegs ...

Es werdeWEIN!

„Vom Urbeginn der Schöpfung ist dem Wein eine Kraft beigegeben,

um den schattigen Weg der Wahrheit zu erhellen.“

Mit dieser Weisheit des Dichters und Philosophen Dante Alighieri im Hinterkopf, entschließe ich mich im vergangenen Jahr, ein Wein- und Rebenseminar zu besuchen, um auf einem sonnigen Hang die Wahrheit um die Weinwerdung zu erfahren. Und könnte es einen schöneren und sinnlicheren Ort geben als die königlichen Weinreben am kaiserlichen Arenenberg? Sicher nicht!

Der Weinbau am schweizerischen Arenenberg hat Tradition. Schon zu Napoleons Zeiten wurden hier Weine gekeltert. Ab 1817 prägte Napoleons Mutter, Hortense de Beauharnais, als neue Schlossbesitzerin die Entwicklung der Rebanlagen und der hofeigenen Kelterei. Heute gedeihen auf drei Hektar an einer der schönsten Lagen am Untersee vorwiegend Trauben der Sorte Müller-Thurgau, Pinot Noir und Kerner. Zugegebenermaßen finde ich mich im März am ersten Seminar-Nachmittag nicht zwischen kaiserlichen Rebstöcken wieder, sondern zusammen mit zwölf weiteren Kursteilnehmern an einem Schulungshang mit Müller-Thurgau-Reben, jedoch in landschaftlich schönster Lage mit atemberaubenden Blick auf den Untersee. Mit Rebschere bewaffnet bekommt jeder eine eigene Rebenreihe und unter fachkundiger Anleitung beginnt die Arbeit im Weinberg. Im Laufe von sechs regenfreien und sonnigen Tagen lerne ich den Rebenschnitt, das Einschlaufen der neuen Schosse in die Drahtgerüste, das Verzwickeln, das Auslauben, erlebe die Blüte, dann die Rispe und später die Traubendolde, erfahre, was ein Geiztrieb ist und die Notwendigkeit der Mengenregulierung, denn nicht Masse, sondern auch hier ist Klasse gefragt. Eigentlich für Oktober geplant, findet witterungsbedingt schon im September die Wümmet (Ernte) statt.

Bei besten Bedingungen bringen wir trotz des schwierigen Weinjahres mit spätem Frost, Hagel und heftigen Stürmen eine ansehnliche Menge Müller- Thurgau-Trauben auf den Weg in den Weinkeller und begutachten die Verarbeitung, sprich das Pressen der Trauben. Und natürlich will nach dem erfolgreichen Einbringen der Ernte auch das Degustieren gelernt sein. Deshalb findet dann im November ein Kelterungs- und Degustationskurs statt. Jetzt: sind Auge, Nase und Gaumen gefragt, um im Glas Bouquets von Blumen, Früchten oder anderen feinen Aromen zu erkennen. In geselliger Runde treffen wir uns im Weinkeller, Schnüffeln unter Anleitung des Kellermeisters ins Glas, Schlürfen und Kauen, um anhand von Farbe und Geruch, Rest süße und Säuregehalt verschiedener Jahrgänge Arenenberger Pinots und Müllers zu unterscheiden, während in den Tanks Milchsäurebakterien blubbernd ihre Arbeit an unserem Lesegut verrichten.

Die körperliche Arbeit an der frischen Luft, der gigantisch schönen Ausblick auf den See, ein sensibler Umgang mit dem Rebgut, der Geruch der Erde, der Geschmack der Trauben und des Traubensaftes lassen so ein Wein- und Rebenseminar am See zu einem allumfassenden sinnlichen Erlebnis werden. Nachmachen ist bestens empfohlen. Termine und ausführliche Informationen sind beim Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg unter www.arenenberg.ch einsehbar.

Gabriele Schindler

Noch mehr sinnliche Bodensee Erlebnisse aus unserer Redaktion gibt es im neuen Bodensee Magazin ab Seite 14

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Leseprobe Rubrik: SeeKultur

Belebte Burg

Hoch über dem Bodensee thront das Alte Schloss Meersburg als steinerner Zeuge des Mittelalters und ist gleichzeitig die älteste noch bewohnte Burg Deutschlands.

Die Meersburg gilt als die älteste bewohnte Burg Deutschlands. Man vermutet, dass an dieser Stelle im Jahre 628 von Merowingerkönig Dagobert I. eine Art Schutzbau für Reisende errichtet wurde. Der Bergfried – auch „Dagobertsturm“ genannt – gehört zusammen mit der Dürnitz und der Nordbastion zu den ältesten Teilen der Burg. Definitiv gesichert ist die Existenz der Meersburg seit dem Jahr 1211, als sie in den Besitz der Konstanzer Fürstbischöfe kam und als Sommerresidenz diente. Dass diese im Jahr 1233 Meersburg das Stadt- bzw. Marktrecht verliehen, hat dem Ort zur Blüte verholfen. Infolge der Reformation verlegten die Fürstbischöfe 1526 ihren Sitz dauerhaft von Konstanz nach Meersburg. Bedingt durch die Säkularisierung fiel die Meersburg 1803 an den Großherzog von Baden, welcher in den alten Gemäuern erst die Provinzialbehörde und schließlich das neu geschaffene Seegericht unterbrachte. 1838 erwarb der Mittelalterforscher Joseph Freiherr von Laßberg zusammen mit seiner Frau Maria Anna von Droste-Hülshoff, Jenny genannt, die Meersburg. In den Jahren 1841-1848 lebte hier mit Unterbrechungen, ab 1846 bis zu ihrem Tode, auch die Schwester der Burgherrin, die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Heute befindet sich die Burg im Besitz der Familie Naeßl-Doms, die sich engagiert um deren Erhalt kümmert.

Die Besichtigung der Burg

Besichtigt werden können in der Burg 36 Räume sowie der zauberhafte Garten. Im gotischen Gemach sowie den Renaissance-Räumen lässt sich sehr schön die historische Entwicklung der Burg nachvollziehen. Alle Räume sind liebevoll mit den für die jeweiligen Epochen typischen Möbeln eingerichtet.

Eine aufregende Reise ins Mittelalter

Künstler, Handwerker und Händler aus ganz Deutschland sorgen für ein buntes Treiben in stilechter Kleidung und Ausstattung. Regelmäßig einmal im Monat von April bis Oktober erwacht auf der Burg lebendige Zeitgeschichte, erfüllt Räume, Gänge und Hallen mit Leben. Bei „Living-History“ geben Gruppen ihrem Hobby einen wissenschaftlichen Anspruch und veranschaulichen kompetent die jeweils dargestellten Epochen des Mittelalters. Während der Besucher im Museum die Originalobjekte bewundern kann, werden die Räume der Burg mit echtem Leben erfüllt. Aus der Burgküche dringen verlockende Gerüche und das Gesinde bäckt und kocht nach historischen Rezepten, währenddessen im Rittersaal Rüstzeug und Waffen gepflegt, ausgestellt und anschaulich erklärt werden. Nebenan in der Burgschmiede entstehen im glühenden Schmiedefeuer Messer, Zeltheringe und andere nützliche Gegenstände, die für das Heerlager nötig sind. Adlige Damen sitzen im Palas, nähen, sticken und weben mit fleißigen Fingern Kleidungsstücke und feine Bordüren. Ein Minnesänger lässt seine Laute erklingen und huldigt seiner Herzensdame. In den Räumen der Burg und im Burghof arbeiten historische Handwerker wie Nadelmacher, Holzschnitzer, Papierschöpfer, Töpfer, Bronzegießer, Färber, Buchbinder und viele mehr. Das bunte Treiben eröffnet einen Blick auf den Alltag in der Burg und aus der Summe aller Eindrücke beim Museums-Rundgang entsteht so ein lebendiges Bild längst vergangener Zeiten.

 

„Belebte Burg“ 2017:
22./23. April, 6./7.Mai,
10./11. Juni, 29./30. Juli,
19./20. August, 16./17. Sept.,
6./7./8. Oktober (Meersburger Mittelaltermarkt)


[...] Mehr zur belebten Burg Meersburg im Bodensee Magazin 2017 ab Seite 70.

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Leseprobe Rubrik: SeeGeschichten

Schiffsverkehr

Eine der schönsten Arten, die Weiten des azurblauen Bodensees und seine unvergleichliche Land-
schaft zu erleben, ist die Fahrt auf einem Schiff. Da gibt es zum einen die internationale „Weiße Flotte“ – eine der größten Binnenschifffahrts-
flotten Europas.

Nicht minder erholsam sind die Fahrten mit den Autofähren Konstanz-Meersburg und Romanshorn-Friedrichshafen. Besonders flott geht es mit dem Katamaran von Konstanz nach Friedrichshafen und umgekehrt.

Entdeckungsreisen mit der Weißen Flotte

Vom Frühling bis spät in den Herbst kreuzen die Personenschiffe der „Weißen Flotte“ im Kursverkehr über den See. Die Schifffahrtsgesellschaften von Deutschland, Österreich und der Schweiz bieten mit über 30 Schiffen einen lückenlosen Fahrplan, um sämtliche Bodensee-Städte, viele Dörfer und Ausflugsziele per Schiff zu erreichen. Die Schiffe selbst sind sehr verschieden: Vom modernen Konferenzschiff bis zu den charmanten „old ladies“ aus den 30er Jahren umfasst die Flotte unterschiedlichste Schiffstypen. Das älteste Schiff der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB), das Motorschiff (MS) „Baden“, stammt aus dem Jahr 1935. Allerdings gehört es schon zu der Generation von Schiffen, die nicht mehr unter Dampf, sondern mit Diesel fuhren. Heute wird das MS „Baden“ als schwimmendes Denkmal bewundert. Zusammen mit dem Schwes terschiff „Schwaben“ (gebaut 1937) ist es als Denkmal eingestuft. Beide Schiffe werden nach wie vor im Kursverkehr eingesetzt. Für eine neue Ära moderner Schiffe stehen auf deutscher Seite das MS „Lindau“ (Baujahr 2006) und MS „Überlingen“ (2010) bereit. Die Geschichte der Kursschifffahrt auf dem Bodensee beginnt übrigens bereits im Jahr 1824. Damals wurde der erste regelmäßige Kursverkehr zwischen Friedrichshafen und Rorschach mit dem Dampfschiff (DS) „Wilhelm“ eingerichtet. Die eigenständige Schweizerische Bodensee Schifffahrt (SBS) gehört selbstverständlich zur internationalen Bodenseeflotte. Das 60 Jahre junge MS „Säntis“ wurde auf der SBS-eigenen Werft zur eleganten Yacht umgebaut. Stilvolle und edle Materialien verleihen dem Schiff ein luxuriöses Ambiente. Künftig finden 120 Personen einen Sitzplatz im Hauptdeck. Das Oberdeck ist mit einer Bar ausgestattet und bietet elegante Sitzgelegenheiten für Apéros. Ein einladendes Sonnendeck rundet das Ganze ab. Technisch besticht das MS „Säntis“, die „Yacht für einen Tag“, mit modernster Event-Technik. Es ist somit bestens geeignet für Seminare oder Präsentationen anlässlich von Feierlichkeiten, Charter- und Hochzeitsfahrten Im Herbst 2008 wurde der Bodensee um eine Attraktion reicher: das MS „Sonnenkönigin“ wurde in Dienst gestellt. Als Teil der österreichischen Vorarlberg Lines ist das futuristisch anmutende Luxusschiff ein einziger Superlativ. […]

Als die Lichter am See ausgingen

In den Hochsommermonaten des Jahres 1939 nahm das Leben am See vorerst noch seinen gewohnten Verlauf. Nur wenige ahnten die akute Gefahr eines bevorstehenden Weltkriegs. Seeanwohner und Feriengäste verdrängten ihre Ängste. Ab dem 1. September 1939, dem Tag des Überfalls Nazideutschlands auf Polen, begann wie bei einer Quelle, der man plötzlich das Wasser abgegraben hatte, der Touristenstrom zu versiegen. Sämtlichen Sport- und Privatbooten wurde die Erlaubnis zur Benutzung entzogen und wegen einer möglichen Fluchtgefahr in die Schweiz requiriert. Um jegliche Fluchtgefahr zu unterbinden, wurden selbst Badeflöße und Bojen entfernt. Ein endgültiges Fahrverbot für die Schifffahrt erfolgte ab Juni 1941 mit dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion. Der Krieg, der zunächst mit seinen direkten Auswirkungen noch fernab der Bodenseeregion tobte, begann 1942 mit den ersten Einflügen alliierter Flugzeuge, auch im tiefsten deutschen Süden anzuklopfen. Nach und nach erhielten alle deutschen Bodenseeschiffe einen marinegrauen Tarnanstrich aufgetragen. Im Sommer 1943 erfolgten die ersten schweren Luftangriffe auf die Stadt Friedrichshafen. Ziel war es, die Luftfahrt- und vielschichtige Rüstungsindustrie auszuschalten. In der Nacht zum 28. April 1944 erlebte Friedrichshafen den bis dahin schwersten Luftangriff durch die britische Royal Air Force. Bei diesem Angriff wurden besonders die Altstadt und das Hafengelände schwer in Mitleidenschaft gezogen. Als in der zweiten Aprilhälfte 1945 französische Truppen den westlichen Bodensee erreichten, sah ein längst sinnlos gewordener NS-Befehl die Versenkung aller in Lindau und Bregenz stationierten Bodenseeschiffe vor. Doch der Vorstand der Reichsbahndirektion Augsburg, Dr. Alfred Otter, war nicht gewillt, die ihm unterstehenden Schiffe diesem Wahnwitz zu opfern. Nach geheimen Verhandlungen mit schweizerischen Behörden in Buchs erhielt Otter die Zusage, alle betroffenen Schiffe in die Häfen Romanshorn, Arbon und Rorschach zu überführen. Für diese mutige Aktion wurde Dr. Otter später mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. In der Nacht vom 25. auf den 26. April 1945 nahmen sämtliche Schiffe aus den Häfen Lindau und Bregenz Kurs auf das Schweizer Ufer. […]

Mehr zur Bodenseeschifffahrt und ihrer spannenden Geschichte im Bodensee Magazin 2017 ab Seite 30

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